Donnerstag, 19. Oktober 2017

Autofeuerlöscher - eine kostengünstige Investition in die Sicherheit

Hamburg (bvbf) – Wer sein Urlaubsziel mit dem eigenen Pkw ansteuert, sollte auf eines im Reisegepäck nicht verzichten: einen Autofeuerlöscher. Denn gerade bei hoher Hitze und langen Staus kommt es immer wieder zu Fahrzeugbränden. Mit einem Feuerlöscher können Fahrzeugbrände bereits in der Entstehungsphase erfolgreich gelöscht werden und somit größere Schäden verhindert werden. Darauf weist der bvbf Bundesverband Brandschutz-Fachbetriebe e.V. hin.

"Die meisten Fahrzeugbrände", so Carsten Wege, Geschäftsführer des bvbf, "entstehen durch technische Defekte wie Kurzschlüsse, Funkenbildung, heiße Motorteile oder undichte Ölleitungen und sind auf mangelnde Fahrzeugwartung zurückzuführen. Aber auch ein überhitzter Katalysator kann zum Fahrzeugbrand führen, wenn das Auto auf einer trockenen Wiese wie zum Beispiel einem Campingplatz abgestellt wird. Hierbei kann der heiße Katalysator das trockene Gras entzünden. Doch bis ein Feuer auf den Innenraum übergreift, vergehen in der Regel Minuten. Zeit genug, um den Brandherd mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen."

Während Feuerlöscher für Busse und LKWs gesetzlich vorgeschrieben sind, zählen sie – im Gegensatz etwa zu Verbandskasten und Warndreieck – in Deutschland nicht zur gesetzlichen Pflichtausstattung eines Personenkraftwagens. "Autofeuerlöscher sind z. B. in Polen und Belgien vorgeschrieben", so Carsten Wege„ dieses gilt aber nur für Fahrzeuge, die in diesen Länder angemeldet sind. Wer dort mit dem eigenen Auto unterwegs ist, muss – hingegen anderslautender Pressemeldungen – nicht mit einem Bußgeld rechnen.“

Der Feuerlöscher ist eine verhältnismäßig geringe Investition, die Leben retten und Sachwerte schützen kann und sollte grundsätzlich in jedem PKW vorhanden sein. Ein Autofeuerlöscher mit 2 kg Füllmenge kostet im Fachhandel kaum mehr als eine halbe Tankfüllung und ist somit eine kostengünstige Investition in die Sicherheit. Wahlweise unten vor dem Fahrer- oder dem Beifahrersitz platziert, ist er im Ernstfall sofort griffbereit. Wer mit dem Reisemobil oder dem Wohnwagen unterwegs ist und somit über einen größeren Stauraum verfügt, kann auch einen 6 kg Pulverlöscher mitführen.

Jeder Autofeuerlöscher sollte alle zwei Jahre von einem qualifizierten Brandschutz-Fachbetrieb sachkundig geprüft werden. Nur so ist gewährleistet, dass der Feuerlöscher im Notfall auch voll funktionstüchtig ist. Qualifizierte Brandschutz-Fachbetriebe findet man zum Beispiel im Internet unter www.bvbf-brandschutz.de.

Übrigens: Nach jedem Einsatz muss der Feuerlöscher unbedingt neu aufgefüllt werden – auch dann, wenn er nur teilweise entleert wurde. Die Kosten dafür übernimmt in der Regel die Kfz-Versicherung.

Grafik (© bvbf): Mit einem Autofeuerlöscher lassen sich die meisten Fahrzeugbrände bereits in der Entstehungsphase erfolgreich löschen.

(30.10.2017)

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